USA: Biontech-Impfstoff darf in normalem Gefrierfach gelagert werden

Deutsches Ärzteblatt vom 26.2.2021

Der Coronaimpfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer darf in den USA ab sofort bis zu 2 Wochen bei Temperaturen eines normalen Gefrierfachs transportiert und gelagert werden. Das wird die Handhabung des Impfstoffs erleichtern und den Einsatz auch an Orten wie Arztpraxen oder Apothe­ken vereinfachen, die nicht über weitaus kältere Gefrierfächer verfügen.

Die Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) erklärte gestern, die Erlaubnis werde bei der Coronaimpf­kampagne für mehr Flexibilität sorgen und den Druck auf die Lieferkette für ultrakalte Gefriermodule senken.

Bislang musste der Impfstoff bei minus 80 bis minus 60 Grad Celsius transportiert und gelagert werden, was bei der nötigen Logistik von Impfkampagnen eine zusätzliche Herausforderung ist. Der Hersteller liefert den Impfstoff daher in speziellen Behältern mit Trockeneis aus.

Nun sind begrenzt auf 2 Wochen auch Transport und Lagerung im Temperaturbereich von minus 25 bis minus 15 Grad erlaubt. Zudem ist es nach wie vor erlaubt, den Impfstoff bis zu 5 Tage vor der Verwen­dung bei Kühlschranktemperatur aufzubewahren.

Pfizer hatte die Aktualisierung der Notfallzulassung des Impfstoffs hinsichtlich der nötigen Temperatur vor einer Woche beantragt. Das Unternehmen stützte sich dabei nach eigenen Angaben auf Daten aus den 9 Monaten seit dem Beginn der Entwicklung des Impfstoffs.

Der Impfstoff wurde gemeinsam vom Mainzer Unternehmen Biontech und dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelt. © rme/aerzteblatt.de


/picture alliance, Friso Gentsch

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