Sprunghafter Anstieg bei Coronaimpfungen in Deutschland

Deutsches Ärzteblatt vom Donnerstag, 8. April 2021

Nach dem Einstieg der Hausärzte hat sich die Zahl der Impfungen gegen SARS-CoV-2 in Deutsch­land sprunghaft erhöht. So wurden gestern rund 656.000 Dosen verabreicht – 290.000 mehr als am Vortag. Das geht aus der täglichen Impfstatistik des Robert-Koch-Instituts hervor.

Gestern starteten in den meisten Bundesländern die Impfungen in den 35.000 teilnehmenden Hausarzt­praxen. Bisher waren an keinem Tag mehr als 367.000 Coronaimpfdosen in Deutschland verabreicht wor­den. In der Regel waren es deutlich weniger.

Seit dem Start der Impfkampagne im Dezember wurden 16,26 Millionen Impfdosen verabreicht. 13,8 Pro­­zent der Menschen in Deutschland wurden mindestens einmal geimpft – nach 13 Prozent am Vortag. Vollständig geimpft wurden 5,7 Prozent.

Zwischen den Bundesländern gibt es nach wie vor große Unterschiede beim Impffortschritt. Spitzenrei­ter ist Bremen, wo 16,5 Prozent der Bevölkerung mindestens die Erstimpfung hat.

Es folgen das Saarland (15,9 Prozent), Schleswig-Holstein (15,8 Prozent), Brandenburg (15,5 Prozent), Thüringen (15 Prozent), Sachsen-Anhalt (14,6 Prozent), Rheinland-Pfalz (14,3 Prozent), Berlin (14 Pro­zent) und Bayern (13,9 Prozent).

Das größte Land, Nordrhein-Westfalen, konnte seinen Platz nach dem Start der Impfungen bei den Haus­ärzten verbessern und liegt jetzt im Bundesschnitt von 13,8 Prozent. Es folgen Hamburg (13,7 Prozent), Baden-Württemberg (13,4 Prozent), Niedersachsen (13,3 Prozent), Hessen (13 Prozent), Sachsen (12,8 Prozent). Mecklenburg-Vorpommern ist mit 12,5 Prozent das Land mit dem geringsten Anteil geimpfter Bürger in Deutschland.

Die deutliche Verbreiterung der Impfkampagne bei den Hausärzten begann mit den ersten Praxen vor­ges­tern. In der ersten Woche erhalten alle Praxen zusammen 940.000 Impfdosen. Das sind rein rechne­risch gut 26 Dosen pro Praxis. In der Woche vom 26. April gibt es einen deutlichen Schub – dann können die Praxen insgesamt mit mehr als drei Millionen Dosen rechnen. © dpa/aerzteblatt.de


/picture alliance, Sebastian Kahnert

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