Schleswig-Holstein schafft Maskenpflicht in Bereichen mit 3G-Zugangsregel ab

Deutsches Ärzteblatt vom Dienstag, 7. September 2021


Im Rahmen der großflächigen Einführung des 3G-Modells will Schleswig-Holstein die Masken- und Abstandspflicht demnächst größtenteils aufheben. In allen entsprechenden Bereichen würden dann lediglich noch Empfehlungen zum Maskentragen und zum Einhalten der Abstände gelten, erklärte die Landesregierung heute nach einer Kabinettssitzung.

Dort, wo keine Begrenzung auf Getestete, Genesene und Geimpfte erfolgt, soll dies jedoch nicht gelten. Das betrifft den Einzelhandel sowie den öffentlichen Nahverkehr. Angewandt wird die Regelung nach An­gaben der Landesregierung unter anderem in Restaurants, Kinos, Theatern und Sporteinrichtungen.

Auch für Feste in geschlossenen Räumen fallen durch die Neuerung viele Beschränkungen weg, sofern der Einlass nach dem 3G-Prinzip geregelt wird und ein Lüftungs- sowie Hygienekonzept umgesetzt wird. Nehmen an privaten Treffen nur Geimpfte und Genesene teil, gilt laut Landesregierung künftig keine Teilnehmerbegrenzung mehr.

Ausnahmen gelten laut Landesregierung weiter für Pflegeheime, wo trotz 3G-Regeln für Besucher eine Maskenpflicht bleibt. In Kraft treten soll die Regelung am Montag übernächster Woche. Bis dahin werden Details der Verordnung ausgearbeitet. Die Landesregierung begründete dies mit der verbesserten allge­meinen Pandemielage.

Die Neuerung sei ein „großer Schritt zurück zur Normalität mit weniger Grundrechtseinschränkungen in einer weitgehend geöffneten 3G-Welt“, erklärte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Sollte sich die Situation in den Krankenhäusern wieder zuspitzen, würden die Regeln verschärft.

Dann werde „2G mit der Wahlmöglichkeit für 3G“ eingeführt. Bei 2G-Modellen ist ein Zutritt nur für Geimpfte und Genesene möglich, nicht aber für Menschen mit Coronatest.



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