Register hat rund 1.100 Obduktionen nach COVID-19 erfasst

Deutsches Ärzteblatt vom Freitag, 22. Oktober 2021


Das zentrale Register der Obduktionen von an COVID-19 Verstorbenen (DeRegCOVID) umfasst mittlerweile die Daten und Proben von mehr als 1.100 Obduktionen. Das teilte das Register dem Deutschen Ärzteblatt auf Anfrage mit.

„Die Obduktion von Patienten ergibt eine einzigartige Möglichkeit zu helfen, die Pathophysiologie und die Verläufe der Erkrankung besser zu verstehen und damit einige der offenen Fragen zu beantworten. Bestenfalls kann durch solche Erkenntnisse die Therapie der Patienten verbessert werden“, informiert das Register.

Ziel des vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten DeRegCOVID-Registers ist es, mög­lichst alle Obduktionsfälle von COVID-19-Erkrankten deutschlandweit zu erfassen und anschließend als zentrale Vermittlungsstelle für Datenanalyse und Forschungsanfragen zu dienen.

Es wird vom Institut für Pathologie der Uniklinik der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen in enger Kooperation mit dem Institut für Medizinische Informatik und dem Center for Translational & Clinical Research der Uniklinik RWTH Aachen koordiniert und geleitet.

Auch die Bundesregierung unterstützt diese Arbeit. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. „Mithilfe von Obduktionen kann die Pathogenese der Erkrankung COVID-19 durch das Coronavirus SARS-CoV-2, dessen Ausbreitung innerhalb des menschlichen Körpers oder die Auswir­kungen auf die jeweiligen Organe und Zellen sowie Krankheitssymptome der COVID-19-Erkran­kung besser verstanden werden“, heißt es darin.

Obduktionen lieferten wichtige Erkenntnisse zur Behandlung schwer Erkrankter und zum Schutz beson­ders gefährdeter Bevölkerungsgruppen, so die Autoren der Antwort.


/dpa, Bernd Wüstneck

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