Public Health England: Impfung gegen SARS-CoV-2 hat bereits Tausende von Menschenleben gerettet

Deutsches Ärzteblatt vom 26.3.2021

Die gezielte Impfung von älteren Menschen könnte nach den ersten beiden Monaten der Impfkampagne in England etwa 6.000 Menschenleben gerettet haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) in zwei Modellrechnungen.

Die Impfkampagne in England begann am 8. Dezember mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer. Ab dem 4. Januar wird auch der virusbasierte Impfstoff von Astrazeneca eingesetzt. Zunächst wurden nur Personen im Alter von über 80 Jahren geimpft, ab Mitte Januar folgte die Altersgruppe ab 70 plus und besonders gefährdete Personen. Im März wurde das Alter auf 50 plus gesenkt.

Die Berechnungen von PHE setzen die Impfstoffwirkung auf die Mortalität mit der Impfquote in Beziehung. Bis Ende Januar waren über 4 Millionen Menschen im Alter von über 70 Jahren gegen SARS-CoV-2 geimpft worden. Eine weitere Annahme geht davon aus, dass sich die Auswirkungen innerhalb von 31 Tagen nach der ersten Dosis zeigen. In England wurden bis Ende Januar über 4 Millionen Menschen im Alter von über 70 Jahren gegen SARS-CoV-2 geimpft.

Die Berechnungen ergaben, dass bis Ende Februar schätzungsweise 5.900 Todesfälle bei Personen ab 80 Jahren und 200 Todesfälle bei Personen im Alter von 70 bis 79 Jahren verhindert wurden, insgesamt also 6.100 Todesfälle.

Wissenschaftler der Universität Warwick kommen aufgrund von Computersimulationen zu ähnlichen Ergebnissen. Danach wurden bis Ende Februar 6.592 Todesfälle (95-%-Konfidenzintervall 5.625 bis 9.185) verhindert. Auch hier entfiel der größte Anteil auf die Personen im Alter über 80 Jahre. © rme/aerzteblatt.de


/picture alliance, David Cliff

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