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Novavax-Impfstart für nächste Woche avisiert

Deutsches Ärzteblatt vom Montag, 21.2.2022


Die Impfungen mit dem Coronaimpfstoff Novavax können nach Einschätzung des Bundes­minis­teriums für Gesundheits (BMG) in der kommenden Woche starten. Die ersten Lieferungen sollten nach Unternehmensangaben voraussichtlich ab Mittwoch und bis Freitag dieser Woche im Lager des Bundes an­kommen, wie es vom BMG hieß.

Als erste Lieferung werden 1,4 Millionen Dosen erwartet. Sie sollen unmittelbar an die Länder verteilt werden, wie ein Sprecher sagte. Vorgesehen ist, dass das Präparat vorerst nur an die Länder geliefert wird, noch nicht an Arztpraxen. Angeboten werden soll es vorrangig Beschäftigten im Gesundheitswesen. Das Ministerium hatte zunächst mitgeteilt, dass erste Lieferungen ab heute erwartet werden.

Gehofft wird, dass Novavax eine Alternative für manche sein könnte, die sich nicht mit den bisherigen mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna impfen ließen. Das Mittel ist ein proteinbasierter Impfstoff mit Virusantigen.

In Thüringen teilten das Gesundheitsministerium und die Kassenärztliche Vereinigung mit, dass nun der zunächst für den 26. Februar angepeilte Termin für eine erste Verimpfung nicht stattfinden könne. Impf­start mit Novavax im Land solle nun erst am kommenden Montag (28. Februar) sein.

In Nordrhein-Westfalen hatte das Landesgesundheitsministerium mehrfach deutlich gemacht, dass es für den Start der Impfun­gen mit dem Coronaimpfstoff des US-Herstellers Novavax in Nordrhein-Westfalen (NRW) auf verbind­liche Zusagen des Bundes warte.

Zunächst werde der Impfstoff in NRW aufgrund begrenzter Mengen ausschließlich im Rahmen kommu­naler Impfangebote bereitstehen. Die Verteilung an die koordinierenden Impfeinheiten der Kreise und kreisfreien Städte erfolge über das Land, sobald der Bund Liefermenge und Zeitplan des Impf­stoffs verbindlich festgelegt habe, hatte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf am Donnerstag erklärt und so frühere Angaben bekräftigt.

Das Mittel von Novavax war als fünfter Coronaimpfstoff in der EU zugelassen worden. Zwei Dosen wer­den im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff. Er basiert also auf einer anderen Technologie als die bisher verfügbaren Präparate.


/Jon Anders Wiken, stock.adobe.com

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