KV Thüringen vermittelt freiwerdende Coronaimpfdosen online

Deutsches Ärzteblatt vom Dienstag, 13. Juli 2021

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen vermittelt kurzfristig verfügbare SARS-CoV-2-Impfdosen über ein neues Webportal „Impfrettung.de“.

„Wenn ein Termin unvor­her­gesehen nicht stattfindet, müssen insbesondere mRNA-Impfstoffe entspre­chend schnell neu verimpft werden, da sie nur eine begrenzte Haltbarkeit haben, wenn sie einmal aufge­taut und für die Impfung verdünnt worden sind“, hieß es aus der KV.

Über eine interaktive Landkarte können sich Impfwillige auf der Website als Interessierte für eine Impf­stelle ihrer Wahl eintragen lassen. Die Website leitet direkt zur Terminvergabeseite der KV weiter. „Alle Interessenten erhalten binnen 48 Stunden eine Rückmeldung der Impfstelle mit einem Impfangebot“, hieß es aus der KV. Das Portal solle als zusätzliches Angebot das Impfmanagement optimieren.

Die Idee zu der Webseite und dem Projekt stammt von Mitarbeitern der Digital­agentur Dotsource. Sie entwickelten das Vorhaben im Rahmen eines jährlichen, firmeninternen Hackathons. „Mit dieser Lösung bieten wir allen Thüringerinnen und Thüringern eine weitere, kurzfristige Möglichkeit einer Impfung an“, sagte Jörg Mertz, Leiter des Pandemiestabs der KV Thüringen.

Die KV Schleswig-Holstein appelliert unterdessen an die Bürger, ihren vereinbarten Termin für die zweite Impfung wahrzunehmen. Nach der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) herausgegebenen Emp­feh­lung zur heterologen Impfung nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca seien einige Menschen un­sicher, wie es mit der zweiten Impfung weitergehe.

„Die Impfung wird gewährleistet. Grundsätzlich gilt, wenn Bürgerinnen und Bürger einen Zweittermin bei ihrer Arztpraxis haben, dann sollte dieser ganz normal wahrgenommen werden. Geimpfte müssen nicht eigenständig versuchen, sich auf anderem Wege eine Zweitimpfung zu organisieren“, betonen die KV und das Ge­sund­heits­mi­nis­terium des Bundeslandes.

Eine „Woche des Impfens“ hat die KV Nordrhein initiiert. „Wir sind an einem Punkt angelangt, wo uns flä­chendeckend ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht und wir mit niedrigschwelligen Angeboten für die Impfung werben können. Ich hoffe, dass viele noch Ungeimpfte davon Gebrauch machen“, sagte Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender KV Nordrhein.

Dazu sei es gut und wichtig, dass die Impfungen jetzt zu den Menschen vor Ort kämen, so der KV-Chef. Die KV hat eine Übersicht über die Aktionen in den Kreisen und Städten im Rheinland zur Woche des Impfens erstellt. © hil/aerzteblatt.de


/picture alliance, Bernd Wüstneck

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