Keine Regierungspläne für Ende der Maskenpflicht in Verkehrsmitteln

Deutsches Ärzteblatt vom Freitag, 13.05.2022


Die Bundesregierung plant vorerst keine Abschaffung der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrs­mitteln. Die Pflicht in Bussen und Bahnen, wo man Abstände nicht einhalten könne und auf engem Raum zusammensitze, sei bislang aus gutem Grund so erlassen worden, sagte Regierungssprecher Steffen Hebe­streit heute in Berlin.

Er könne nicht davon berichten, dass es jetzt Planungen gebe, die Maskenpflicht aufzuheben. Hebestreit verwies zugleich mit Blick auf den Sommer auf eine laufende Diskussion, „indem wir uns immer wieder neu an das Pandemiegeschehen anpassen müssen“.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte sich dafür ausgesprochen, die Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Flugzeugen zu beenden. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) lehnte den Vorstoß ab.

Ressortchef Karl Lauterbach (SPD) schrieb auf Twitter, mit täglich bis zu 150 Coronatoten und einer immer noch sehr hohen Inzidenz „fehlt der Spielraum, auf Masken im öffentlichen Verkehr zu verzichten.“

Die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen ist im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt. Auch im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht, die jeweils die Länder anordnen.


/zigres, stock.adobe.com

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