Katholische Krankenhäuser sprechen sich für Pflegegipfel aus

Deutsches Ärzteblatt vom Dienstag, 4.10.2022


Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) hat Bundesgesundheitsminister Karl Lau­terbach (SPD) aufgefordert, einen Pflegegipfel einzuberufen. Das solle gemeinsam mit dem Bundesarbeits- und Bundesfamilienministerium geschehen, erklärte heute kkvd-Geschäftsführerin Bernadette Rümmelin.

Ziel müsse es sein, weitere Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die nach dem Ende der Konzertierten Aktion Pflege in der vergangenen Wahlperiode noch nicht umgesetzt worden seien. Auch komme es darauf an, Lö­sungen zur Entlastung von Pflegekräften zu finden, die schnell im Arbeitsalltag spürbar würden. Der Verband äußerte sich mit Blick auf den Deutschen Pflegetag, der übermorgen beginnt.

Außerdem plädierte der kkvd dafür, mehr Akademisierung der Pflege sowie den Ausbau der Digitalisierung voran zu treiben. Wo durch digitale Anwendungen das ärztliche und pflegerische Personal von Bürokratie entlastet sowie Prozesse vereinfacht würden, bleibe mehr Zeit für die menschliche Zuwendung zu den Pa­tientinnen und Patienten, so Rümmelin. Dieses Potenzial müsse genutzt werden.

Damit die digitale Infrastruktur in den Krankenhäusern entsprechend ausgebaut werden könne, sei aber eine verlässliche Investitionsförderung der Länder nötig. Der Bund solle mit Sonderprogrammen – wie zuletzt durch den Krankenhauszukunftsfonds – unterstützen.


/picture alliance, Jens Büttner

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