Impftempo in Deutschland lässt etwas nach

Deutsches Ärzteblatt vom Donnerstag, 8. Juli 2021

Das Impftempo in Deutschland hat nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zuletzt etwas nachgelassen. So seien in der vergangenen Woche bis einschließlich Sonntag im Schnitt 710.100 Dosen pro Tag verabreicht worden, heißt es im RKI-Situationsbericht von gestern Abend. In der Vorwoche seien es 800.500 Dosen pro Tag gewesen. In der Woche davor waren es im Schnitt mehr als 820.000 Dosen pro Tag.

Von den bis einschließlich Sonntag ausgelieferten Impfstoffen waren bis vorgestern 93 Prozent der Do­sen von Biontech/Pfizer (Comirnaty), 91 Prozent von Moderna, 78 Prozent von Astrazeneca und 56 Pro­zent von Johnson & Johnson verimpft worden.

Bislang sind mehr als 40 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Quote stieg heute auf 40,8 Prozent – gestern hatte sie mit 39,9 Prozent noch knapp unter der 40er-Marke gele­gen. Mehr als 47,8 Millionen Menschen (57,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung bekommen, rund 33,9 Millionen Menschen sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 66,5 Prozent weiterhin den höchsten Anteil Erstge­impf­ter. Nur Sachsen hat die 50-Prozent-Marke bislang nicht erreicht (49,1). Das Saarland zählt mit 45,6 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Brandenburg ist hier mit 37,0 Prozent Schlusslicht.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) twitterte heute: „Mit knapp einer Million Impfungen ges­tern ist das Tempo weiter hoch, geht aber zurück. Mit Blick auf Herbst und Winter zählt jetzt jede Im­pfung!“

In Nordrhein-Westfalen hat Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) die Menschen eindringlich dazu aufgefordert, sich gegen Corona impfen zu lassen. „Die vierte Welle wird auf uns zukommen. Lassen Sie sich impfen“, sagte Laumann dem Sender WDR 2. © dpa/aerzteblatt.de


/picture alliance, dpa

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