Impfquoten sind mit der COVID-19-Inzidenz in Österreich assoziiert

Deutsches Ärzteblatt vom Mittwoch, 16.3.2022


Zahlreiche Studien untersuchen, ob die Ausbreitung von COVID-19 nicht mit dem Grad der Durch­imp­fung zusammenhängt, oder ob die „derzeitige COVID-19-Krise hauptsächlich von den nicht Geimpften verursacht wird.

Um diese Frage zu klären, haben Gerhard Blasche und Co-Autoren in Österreich eine Studie durchge­führt, in der die COVID-19-Inzidenzraten und ihr Anstieg durch die Impfquoten in 94 österreichischen Bezirken während zweier Phasen der Infektionsdynamik vorhergesagt wurden: eine Phase mit stei­gen­den Infektions­raten und eine Phase, in der die Infektionsraten stabil blieben (Deutsches Ärzteblatt, 2022; DOI: 10.3238/arztebl.m2022.0132).

Die Autoren fanden eine negative Korrelation zwischen Impfung und COVID-19-Raten sowohl bei gleich­bleibender als auch bei steigender COVID-19-Inzidenz. Sie konnten jedoch keinen Zusammenhang zwi­schen den Impfraten und der Veränderung der Inzidenz während einer Phase stagnierender COVID-19-Inzidenzen feststellen.

Fazit der Autoren ist: dass neben nichtpharmakologischen Maßnahmen wie körperlicher Distanzierung und das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken die Impfung ein Eckpfeiler bei der Eindämmung der Verbrei­tung von SARS-CoV-2 bleibt.


/picture alliance, APA, picturedesk.com, Roland Schlager

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