SARS-CoV-2: Biontech-Impfstoff erzielt hohe Schutzwirkung bei Jugendlichen

Deutsches Ärzteblatt vom Mittwoch, 31. März 2021

Der mRNA-Impfstoff BNT162b2 hat in einer Phase-3-Studie an Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren offenbar eine robuste Immunantwort erzielt. Nach Angaben des Herstellers sind bei den ge­impftem Jugendlichen keine Erkrankungen aufgetreten.

Die Antikörpertiter lagen nach der 2. Impfdosis sogar höher als bei Teilnehmern im Alter von 16 bis 25 Jahren in einer früheren Studie. Der Impfstoff werde von den Jugendlichen auch ähnlich gut vertragen, heißt es in der Pressemitteilung.

Eine robuste Antikörperantwort und eine gute Verträglichkeit sind wichtige Voraussetzungen für die Akzeptanz eines Impfstoffs in einer Altersgruppe, die nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 nur selten an COVID-19 erkrankt.

Die Impfung von Jugendlichen hätte in erster Linie den Zweck einer Herdenimmu­nität. Denn Kinder und Jugendliche sind bei Atemwegsinfektionen ein wichtiges Reservoir, von denen aus sich das Virus in andere Altersgruppen verbreitet.

Der Hersteller lässt die Wirksamkeit von BNT162b2 derzeit bei Kindern und Jugendlichen untersuchen. Zur Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen liegen jetzt erste Ergebnisse vor. An der Studie nahmen in den USA 2.260 Jugendliche teil.

Wie der Hersteller mitteilt, ist es in der Placebogruppe bei 1.129 Teilneh­mern zu 18 Fällen von COVID-­19 gekommen. Von den 1.131 2 Mal mit BNT162b2 geimpften Jugend­lichen erkrankte kein einziger. Die Impfstoffwirksamkeit beträgt demnach 100 %.

Die Impfung mit BNT162b2 erzeugte einen mittleren geometrischen Antikörpertiter (GMTs) von 1.239,5, was laut Hersteller eine starke Immunogenität anzeigt. In einer früheren Studie mit Teilnehmern im Alter von 16 bis 25 Jahren war ein GMT von im Mittel 705,1 erzielt worden.

Der Impfstoff wurde von den Jugendlichen ähnlich gut vertragen wie von den älteren Teilnehmern der früheren Studie. Eine Publikation der Ergebnisse steht noch aus.

Der Hersteller will aufgrund der Studienergebnisse in den USA und in Europa die Zulassung seines Impfstoffs auf Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren erweitern lassen. In der letzten Woche wurde eine weitere Phase-1/2/3-Studie begonnen, an der Kinder im Alter von 6 Monaten bis 11 Jahren teil­nehmen sollen. Die ersten Impfungen sollen in der letzen Woche erfolgt sein. © rme/aerzteblatt.de


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