Großbritannien nah dran an Corona-Herdenimmunität

Deutsche Ärztezeitung vom 30.04.2021, 12:14 Uhr

Autor Arndt Striegler

Die Briten behalten das hohe Impftempo gegen COVID-19 bei: Angesichts einer 7-Tage-Inzidenz von 24 könnte das Land im Juni den Lockdown beenden. Die NHS-Ärzte ächzen derweil unter ihrer Belastung.

Knapp 70 Prozent der Bürger in Großbritannien haben inzwischen Antikörper gegen SARS-CoV-2. Ärzte und Gesundheitspolitiker in Großbritannien reagierten erleichtert auf die Zahlen. Auch die Lage auf den Intensivstationen in Großbritannien hat sich deutlich beruhigt. Dort wurden – Stand 26. April – noch 227 Patienten mit COVID-19 auf Intensivstationen behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt auf der Insel am Freitag bei rund 24 (Deutschland: 153). Nur die Hausarztpraxen und Impfzentren im Königreich haben nach wie vor Hochbetrieb.

Wie das Office for National Statistics (ONS) mitteilte, sei das Land mit „knapp 70 Prozent Antikörper bei Erwachsenen“ dicht an der Herdenimmunität. Einer der Hauptgründe für diese positive Entwicklung sei „der große Erfolg der Impfkampagne“. Angaben des Londoner Gesundheitsministeriums zufolge wurden bislang mehr als 50 Millionen Erst- und Zweitdosen verimpft.

Hausarztpraxen impfen bereits seit Februar

In den Hausarztpraxen des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) können sich Patienten bereits seit Ende Februar gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Impfangebot erfreut sich bei Patienten großer Beliebtheit, da es unter anderem den Vorteil relativ kurzer Anfahrtswege hat.


Die 90-jährige Margaret Keenan war am 8. Dezember 2020 die erste Britin, die gegen Corona geimpft wurde. Mittlerweile sind auf der Insel mehr als 50 Millionen Erst- und Zweitimpfungen verabreicht worden.

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