Grünes Licht für Plattform für Impfzubehör

Deutsches Ärzteblatt vom 29.3.2021

Der Weg für eine neue Plattform für Impfzubehör in der Coronapandemie ist frei. Das Portal, das im Zuge des Impfgipfels im Februar von der Chemiebranche gegründet wurde, hat heute die Freigabe des Bundeskartellamts für die Beteiligung des Pharmagroßhandels bekommen. Das teilten der Verband der Chemischen Industrie (VCI) und die Kartellbehörde heute mit.

Das Impfen der Bevölkerung solle nicht daran scheitern, dass Spritzen, Kanülen oder Kochsalzlösungen fehlten, erklärte der VCI.

Die „Notfallplattform Corona“ sei nun voll in Betrieb. Ziel sei es, die Versorgung der Impfzentren in den Bundesländern mit Zubehör zu sichern und die Logistik für die Auslieferung der Corona-Impfstoffe über den Pharmagroßhandel an die Arztpraxen zu unterstützen.

Die Plattform, zu der Impfstoffhersteller, Anbieter von Impfzubehör, der Pharmagroßhandel, die Länder und das Bundeswirtschaftsministerium Zugang haben, schaffe Transparenz für Angebot und Nachfrage von Impfzubehör, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie, Wolfgang Große Entrup. Sie solle dazu beitragen, temporäre Engpässe zu vermeiden. Zuvor hatte der Verband schon ein Portal für Desinfektionsmittel aufgebaut.

„Bei hoffentlich bald steigender Verfügbarkeit von Impfstoffen muss die Verteilung optimiert werden“, sagte Bundeskartellamt-Präsident Andreas Mundt. Der Pharmagroßhandel könne bei der Impfstoffverteilung und der Zusammenstellung von Impfsets eine wichtige Rolle einnehmen. © dpa/aerzteblatt.de


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