G7-Gesundheits­minister wollen „dringende Maßnahmen“ gegen Omikron-Variante

Deutsches Ärzteblatt vom Montag, 29.11.2021


Die G7-Staaten haben ein entschiedenes Vorgehen gegen die neu entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus gefordert. „Die Weltgemeinschaft ist mit der Bedrohung durch eine neue, nach einer ersten Einschätzung hochgradig übertragbare Variante von COVID-19 konfrontiert, die dringende Maß­nahmen erfordert“, erklärten die Gesundheitsminister der führenden Industriestaaten heute nach einer Dringlichkeitssitzung.

In den kommenden Wochen wollen die Minister demnach „eng mit der WHO und internationalen Part­nern zusammenarbeiten, um Informationen auszutauschen und Omikron zu überwachen“. Im Dezember wollen sie erneut beraten. Zu den G7 gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, die USA, Kanada und Japan.

Die Entdeckung einer neuen Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 war am ver­gangenen Donnerstag in Südafrika bekannt gegeben worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte sie einen Tag später wegen der großen Zahl an Mutationen als „besorgniserregend“ ein und gab ihr den Namen Omikron. Heute stufte sie das weltweite Risiko durch den neuen Erreger als „sehr hoch“ ein.

Die G7-Minister lobten in ihrer gemeinsamen Erklärung „die vorbildliche Arbeit Südafrikas bei der Entdeckung der Variante und der Warnung anderer vor ihr“.

Nach der Bekanntgabe der neuen Variante hatten zahlreiche Länder kurzfristig den Flugverkehr mit Südafrika und anderen Ländern der Region eingestellt. Die südafrikanische Regierung kritisierte dies scharf.


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