Dritte Coronaimpfung schreitet voran

Deutsches Ärzteblatt vom Freitag, 21.1.2022


Im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 hat fast die Hälfte der Bevölkerung mittler­weile eine Auffrischungsimpfung erhalten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von heute haben bis­her 41,2 Millionen Menschen oder 49,6 Prozent der Bevölkerung eine solche Boosterimpfung bekommen.

Diese ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante Omikron. Mindestens 75,3 Prozent der Bevölkerung (62,7 Millionen Menschen) wurde mindestens eine erste Impf­dosis verabreicht. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an.

Mindestens 73,2 Prozent der Bevölkerung (60,9 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, mit – allerdings wird das gerade um­gestellt.

Künftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte nur noch nach einer zweiten Impfdosis – mög­lichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna – von den 2G-Regeln profi­tieren.

Bei der Impfquote Erst- und Zweitgeimpfter liegt Bremen im Bundesländer-Vergleich an der Spitze. Bei den Auffrischungsimpfungen ist das Saarland, vor Schleswig-Holstein und Bremen, an der Spitze. Sach­sen ist jeweils Schlusslicht.

24,7 Prozent der Bevölkerung (20,5 Millionen) sind bisher nicht geimpft. Allerdings steht für 4,8 Prozent (4,0 Millionen) – Kinder unter fünf Jahren – noch kein Impfstoff zur Verfügung.

Auf dem RKI-Dashboard wird zudem darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen seien, „da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann“. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozent­punkte höher liegt.


/picture alliance, Jörg Carstensen

0 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen