Coronaimpfwoche könnte Zahl der Impfungen in Praxen erhöhen

Deutsches Ärzteblatt vom Montag, 30. August 2021


Eine bundesweite Impfwoche mit Info- und Werbemaßnahmen vom 13. bis 19. September könnte den Impfstoffbedarf in Praxen erhöhen. Darauf weist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hin.

Die Aktionswoche steht unter dem Motto „#HierWirdGeimpft“. Im Vorfeld der Aktionswoche wird das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ein digitales Mitmachpaket zur Verfügung stellen und Infor­mationen demnächst auf der Webseite „www.hierwirdgeimpft.de“ bündeln.

Praxen sollen den Impfstoff für die Woche vom 13. bis 19. September bis morgen (Dienstag 31. August) bestellen. Es stehen weiterhin Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca und Johnson & Johnson bereit. Ab wann der Impfstoff von Moderna an die Praxen ausgeliefert wird, ist laut der KBV offen.

Ärzte geben auf dem Rezept lediglich an, wie viele Dosen sie von welchem Impfstoff für die Woche be­nötigen. Eine Angabe, ob es sich um Bestellungen von Impfstoff für Erst-, Zweit- oder Auffrisch­impfungen handelt, ist nicht notwendig. Es ist für die Bestellungen daher nur noch ein Rezept nötig.

Das BMG wird eigenen Angaben zufolge ein Sonderkontingent an Impfstoffen für die Impfwoche im Groß­handel bereitstellen. Ärzte könnten darüber kurzfristig Dosen nachbestellen, sollte der regulär ge­orderte Impfstoff wegen der Impfwoche nicht ausreichen. Dafür sollten Ärzte diese Rezepte mit „Aktions­woche Impfen“ kennzeichnen. Dieses Sonderkontingent sollen Praxen dann innerhalb von drei Werkta­gen über ihre Apotheken erhalten.

Die KBV kündigte an, die überarbeitete Coronavirusimpfverordnung, die unter anderem den Anspruch auf Booster-Impfungen sowie die Vergütung regelt, werde in Kürze verabschiedet und veröffentlicht. Danach könnten die Softwareunternehmen die Pseudoziffern in die Praxissoftware einpflegen. Grund­­sätz­lich sollen die Auffrischimpfungen Anfang September starten.


/picture alliance, Sebastian Gollnow

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