Corona: EU will Desinformation über Impfung stärker bekämpfen

Deutsches Ärzteblatt vom Freitag, 22. Oktober 2021


Angesichts der teils dramatischen Coronalage in einigen EU-Staaten will die Europäische Uni­on (EU) mehr gegen Impfskepsis tun. Insbesondere Desinformationen in sozialen Netzwerken müssten bekämpft werden, hieß es in der Nacht in den Schlussfolgerungen des EU-Gipfels in Brüssel.

Zwar hätten die Impfkampagnen in Europa erheblichen Fortschritt gebracht. Dennoch bleibe die Lage in einigen Ländern sehr ernst. In Rumänien etwa lag die 14-Tage-Inzidenz nach Angaben der EU-Gesund­heitsbehörde ECDC zuletzt fast bei 1.000. Nur gut ein Drittel der Rumänen ist vollständig geimpft.

In der Gipfelerklärung dringen die Staats- und Regierungschefs zudem darauf, Einreisen in die EU sowie das Reisen innerhalb der Staatengemeinschaft weiter zu koordinieren. Auch die Vorbereitung auf künfti­ge Krisen dieser Art müsse vorangetrieben werden.

Bei der Führung der neuen EU-Behörde Hera zur Vorsorge von Gesundheitskrisen müssten die Mitglied­staaten angemessen beteiligt werden. Zudem sollten Hürden bei der globalen Versorgung mit Impfstoff beseitigt werden.

Dazu solle sich die EU-Kommission direkt mit den Herstellern auseinandersetzen. So könnten die EU-Staaten die Lieferungen an die bedürftigsten Länder beschleunigen.


/picture alliance, SULUPRESS.DE, MV

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