Comirnaty: Lagerung und Impfung werden einfacher

Deutsches Ärzteblatt vom Montag, 25. Oktober 2021


Lagerung und Verabreichung des Impfstoffs Comirnaty von Bion­tech/Pfizer gegen SARS-CoV-2 werden für Ärzte einfacher. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arz­nei­mit­tel­agentur (EMA) hat jetzt grünes Licht für eine gebrauchsfertige Lösung gegeben.

Der Vorteil: Die neue Abfüllung muss vor der Verabreichung nicht mehr verdünnt werden. Das Vakzin soll zudem in einer Packungsgröße von zehn Fläschchen (60 Dosen) zu bekommen sein und kann bis zu zehn Wo­chen bei zwei bis acht Grad Celsius gelagert werden, wie die EMA schreibt.

Bislang muss das konzentrierte Vakzin vor der Verabreichung vor der Impfung verdünnt werden. Es sei auch nur Packungsgrößen von 195 Fläschchen (1.170 Dosen) erhältlich. Die Lagerzeit betrage bislang bei zwei bis acht Grad Celsius derzeit einen Monat.

Die Unterschiede würden die Lagerung, den Transport und die logistischen Möglichkeiten für die Vertei­lung und Verabreichung des Impfstoffs verbessern, erklärte die EMA in einer Mitteilung. Die Neuerungen sollen ab Anfang 2022 schrittweise verfügbar sein. Medienberichten zufolge soll das neue Produkt einen andersfarbigen Deckel erhalten. Die Europäischen Kommission muss formal die Zulassung erteilen.

Zusätzlich hat der CHMP zwei weitere Produktionsstandorte für die Herstellung von Comirnaty in Monza und Anagni (beides Italien) genehmigt. An beiden Standorte soll das Fertigprodukt hergestellt werden. Wie es hieß, könnten beide Standorte bis zu 85 Millionen zusätzliche Dosen für die Versorgung der Euro­päischen Union im Jahr 2021 produzieren.

Laut EMA ist für die Empfehlungen kein Beschluss der Europäischen Kommission erforderlich. Die Stand­orte können sofort in Betrieb genommen werden.


/picture alliance, SvenSimon

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