Bis Anfang September Coronaimpfangebot laut Laumann für jeden möglich

Deutsches Ärzteblatt vom Freitag, 4. Juni 2021

Der nordrhein-westfälische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) geht trotz der zurzeit gedrosselten COVID-19-Erstimpfungen weiter davon aus, dass bis zum Ende des Sommers allen Impfwilligen ein Impfangebot gemacht werden kann.

Er sei fest davon überzeugt, dass dies bis Anfang September zu schaffen sei, „wenn nicht der Impfhimmel über uns zusammenbricht“, sagte Laumann heute im WDR5-Morgenecho. Es sei aber nun mal so, dass das Tempo der Coronaimpfungen durch die verfügbare Menge des Impfstoffs bestimmt werde.

Das NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­terium hatte vorgestern klar gestellt, dass es bis „mindestens Mitte Juni“ in den Impfzentren nur Zweitimpfungen geben könne. Kontingente für Erstimpfungen seien vorläufig ausge­schöpft. Daran ändere auch die Aufhebung der Priorisierung ab kommenden Montag nichts.

Laumann sagte heute, er hoffe, dass es „Ende Juni, Anfang Juli“ wieder soviel Impfstoff gebe, dass Haus­ärzte, Impfzentren und Betriebsärzte dann dementsprechend impfen könnten.

Dass es durch die Aufhebung der Priorisierung durch den Bund zu einem zusätzlichen Ansturm von Impfwilligen kommen könnte, sieht Laumann eher gelassen.

„Die Prio 3, in der wir uns zurzeit befinden, ist so groß, dass das sowieso schon fast drei Viertel der Bevölkerung ist“, sagte er im WDR. „Von daher ist das auch ziemlich egal, ob man jetzt noch eine Prio hat oder nicht.“ © dpa/aerzteblatt.de


/picture alliance, Wolfgang Kumm

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