Bayernweit mehr als 90 Prozent der Intensivbetten belegt

Deutsches Ärzteblatt vom Mittwoch, 4.11.2021


Auf den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser sind nach rasch steigenden Coronainfektionszahlen nun landesweit über 90 Prozent der Betten belegt.

Kurz vor der bevorstehenden Verschärfung der Coronaregeln an diesem Wochenende lagen laut DIVI-Intensivregister heute Morgen bereits 513 COVID-Patienten auf den bayerischen Intensivstationen. Das waren fast 60 mehr als noch vorgestern. Auch die Zahl der Coronatodesopfer ist in Bayern derzeit sehr hoch: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete 38 neue Todesfälle im Freistaat.

Im Landkreis Miesbach stieg die sieben-Tage-Inzidenz auf einen neuen deutschlandweiten Höchstwert von 715,7 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Fünf bayerische Landkreise haben mittlerweile eine Inzi­denz von 500 überschritten, der landesweite Schnitt liegt mit 234,8 weit über dem Bundesdurchschnitt von 154,5.

Als ein Grund gilt in den Krankenhäusern die unterdurchschnittliche Impfquote in Süddeutschland. In Norddeutschland sind die Impfquoten höher, dort ist auch die Lage in den Krankenhäusern derzeit weniger kritisch.

Die Staatsregierung hatte gestern wegen des raschen Anstiegs der Infektionszahlen eine Verschärfung der Hygienevorschriften beschlossen: Unter anderem müssen ab 8. November Schülerinnen und Schüler wieder Masken in den Schulgebäuden tragen.


/picture alliance, dpa, Fabian Strauch

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