Auch nach COVID-19-Erkrankung besteht Anspruch auf eine Schutzimpfung

Deutsches Ärzteblatt vom Mittwoch, 24. März 2021

Der Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus besteht unabhängig von einer überstandenen Infektion. Das stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion klar.

„Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 nach Para­graf eins Absatz eins der Coronaimpfverordnung unabhängig von einer bereits überstandenen Infek­tion mit SARS-CoV-2“, heißt es darin.

„Aufgrund der anzunehmenden Immunität nach durchge­machter Infektion, zur Vermeidung überschie­ßen­­der Nebenwirkungen und in Anbetracht des aktuell bestehenden Impfstoffmangels“ sollten ehemals an COVID-19 erkrankte Personen aber im Regelfall etwa sechs Monate nach Genesung eine Impfung er­halten, unter Berücksichtigung der Priorisierung.

Laut der Bundesregierung ist die Impfbereitschaft in der Bevölkerung seit Anfang Dezember 2020 kon­tinuierlich gestiegen. Dabei sei insbesondere das Vertrauen in die Sicherheit und Effektivität der Im­pfung maßgeblich.

Weitere wichtige Aspekte seien die Risikowahrnehmung der Erkrankung und das Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft. Mit zunehmendem Alter steige die Impfbereitschaft. Das Robert-Koch-Institut (RKI) befragt laut der Bundesregierung alle drei bis vier Wochen etwa 1.000 Personen aus der deutsch­spra­chi­gen Bevölkerung telefonisch zu Themen rund um die COVID-19-Impfung.

Diese Befragung sei repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Ziel des Monitorings sei, die Impfbereitschaft und -akzeptanz zu erfassen, um zeitnah mögliche Barrieren zu erkennen und ent­sprechende Kommunikationsmaßnahmen abzuleiten, so die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage. © hil/aerzteblatt.de


/picture alliance, M.i.S.-Sportpressefoto

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