Arztpraxen sind Rückgrat der COVID-19-Impf­kampagne

Deutsches Ärzteblatt vom Mittwoch, 23.2.2022


In den vergangenen Wochen haben sich 28.422 Praxen mit 56.343 Vertragsärzte an den Impfun­gen gegen COVID-19 beteiligt, davon 3.248 Praxen mit Kinderimmunisierungen. Das zeigt eine neue Da­tenana­lyse des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Danach haben die niedergelassenen Haus- und Fachärzte in der vergangenen Woche etwa 787.000 Im­pfun­­gen gegen SARS-CoV-2 in den Arztpraxen vorgenommen. In der Vorwoche waren es 936.000 Corona­im­pfun­gen, über die gesamte Impfkampagne hinweg 83,2 Millionen.

Die Daten erfassen auch die Viertimpfungen: Seit dem 10. Februar erfolgten insgesamt 233.181 davon in Arztpraxen. Dies entspricht etwa 15 Prozent der Impfungen in Praxen.

„Viertimpfungen der Impfzentren / mobilen Impfteams und der Praxen werden vom Robert-Koch-Institut (RKI) derzeit nicht berichtet. Deswegen wird die Zahl der täglich durchgeführten Coronaimpfungen vom RKI geringer dargestellt als sie tatsächlich ist. Außerdem ist daher die Zahl der Personen mit vierter Impfung gemäß STIKO-Empfehlung unbekannt“, kritisiert das Zi.

Der Vorstandsvorsitzende des Zi, Dominik von Stillfried, betonte bei der Vorlage der Daten die hervorra­gen­de Rolle der Praxen: „Die Arztpraxen haben den ganz überwiegenden Teil des zweiten Abschnitts der Impf­kampagne mit insgesamt nun über 30 Millionen Drittimpfungen gestemmt. Sie haben damit die Überlas­tung des Gesundheitswesens im Winter 2021/2022 verhindert“, so sein Fazit.


/wachiwit, stock.adobe.com

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