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Angst vor Krankenhaus­aufenthalt größer als in Coronajahren

Deutsches Ärzteblatt vom Montag, 19.9.2022


Jeder vierte Mensch in Deutschland hat einer Umfrage zufolge Angst vor einem Krankenhaus­auf­enthalt. Das sind mehr als während der Coronapandemie.

2020 und 2021, als viele Operationen abgesagt oder verschoben wurden, seien es 17 beziehungsweise 19 Pro­zent gewesen, die sich vor einem Krankenhausaufenthalt gefürchtet hätten, teilte die KKH Kaufmännische Krankenkasse mit.

Frauen äußerten die Ängste vor einem Krankenhausaufenthalt häufiger als Männer, ergab die Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH. Vor der Coronapandemie allerdings hatten demnach sogar 29 Prozent der Befragten Be­denken wegen eines stationären Aufenthalts.

„Während der Coronapandemie hat sich unser Gesundheitssystem bewährt. Die Versorgung von COVID-19-Er­krankten hat gezeigt, dass die Kliniken in der Lage sind, flexibel und schnell zu reagieren und zusammenzuar­bei­ten“, sagte KKH-Vorstandschef Wolfgang Matz. Dennoch seien „Reformen mehr als notwendig“, betonte er. „Dessen sind sich vielleicht auch viele Patientinnen und Patienten inzwischen bewusst.“

Laut Umfrage begründete knapp jeder zweite besorgte Befragte (47 Prozent) seine Ängste vor einem Klinik­aufenthalt damit, Schlechtes gehört zu haben. Immerhin 46 Prozent hätten selbst schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht.

Während der Coronajahre 2020 und 2021 sei dagegen nur jeweils ein Drittel die Klinikängste auf negative Berichte zurückgegangen. „Die Ängste und Erfahrungen der Patientinnen und Patienten müssen wir unbedingt ernst nehmen“, sagte Matz.


/bilderstoeckchen, stock.adobe.com

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